Turnvater Hans Dost

Vorschläge für die Sportlerumfrage sind ein Muss

 

Thalheim (DN). Dreimal wöchentlich ist Hans Dost, Jahrgang 1942, in der Turnhalle als Übungsleiter anzutreffen. Einmal davon mit der allgemeinen Sportgruppe, um sich selbst fit zu halten. Das sind rund 8 Stunden pro Woche. Außerdem ist er Leiter der Abteilung Turnen (145 Mitglieder) des SV Tanne Thalheim, dazu stellvertretender Vorsitzender der Sportgemeinschaft und Mitglied der Fachkommission Gerätturnen Chemnitz. Überdies führt er Übungsleiterlehrgänge durch. Neben diesen sportlichen Aufgaben gibt es für Hans Dost ein weiteres Hobby: Er ist Vorsitzender einer Gartensparte.

Die Frage, wie viele Stunden er neben seiner umfangreichen Tätigkeit als Geschäftsführer eines Telekommunikationsunternehmens denn wöchentlich ehrenamtlich arbeitet, wird mit "rund 25 Stunden" beantwortet.

Seit 1967 fühlt er sich für das Heranbilden guter Turnerinnen vom Vorschulalter bis zu den Erwachsenen, verantwortlich. Zu meisterlichen Leistungen gelangten zum Beispiel Silke Drechsel, die als Gaststarterin für Chemnitz bei Landes- und Deutschen Meisterschaften überzeugte. Ebenso Berit Dietzsch, die in Chemnitz zum erweiterten Olympiakader gehörte. "Zur Zeit wächst wieder guter Nachwuchs heran", weiß der erfahrene Übungsleiter. Aber auch weitere Übungsleiter werden benötigt. Sie kommen aus den eigenen Reihen, so wie Ulrike Beyer, Ulrike Schramm oder Silke Drechsel. Allesamt fungieren auch als Kampfrichterinnen.

Die Leistungen seiner Schützlinge der Öffentlichkeit vorzustellen, sie zu würdigen, das hält Hans Dost für ein Muss. "Seit Jahren schlagen wir unsere besten Turnmädchen und - frauen zur Nominierung für die Sportlerumfrage vor, und auf dem Treppchen haben einige von Ihnen dabei auch schon gestanden. Das ist Ansporn für die auf Landes- und Bundesebene kämpfenden Turnerinnen. Natürlich drücke ich meinen Mädchen ganz fest die Daumen, dass Sie weit vorn in der Gunst der Einsender stehen." Auch dass die Sportlergala am 10. März erstmals in "Volkshaus" Gornsdorf gefeiert wird, findest er klasse, sei doch dieses Haus mit seinem im letzten Jahr rekonstruierten Saal seit der Einweihung 1929 bis heute auch ein Haus des Sports geblieben. "Ich freue mich gemeinsam mit meinen Sportlerinnen schon jetzt auf diesen Abend", schaut Turnvater Hans Dost voraus.

 

Wochenspiegel Stollberg, Ausgabe Nr. 5, 1. Februar 2006

Foto: Nestler

 

home